NadineMilosevic

Ich bin 40 Jahre alt, habe
2 Kinder und bin verheiratet.
Der Beruf stand für mich immer ganz vorne. Mit 16 auf der Straße gelebt. Obdachlos. Kein Halt im Elternhaus.
Ich habe mich von der Pommesbudenverkäuferin hochgearbeitet bis zur persönlichen Referentin einer bayerischen Staatsministerin. Für sie habe ich zuletzt 7 Jahre lang gearbeitet. Ich es von der Hauptschule bis ans Abendgymnasium zum Abitur geschafft. Eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten nebenher gemacht.
Mein Motto war schon immer: Think Big.
Viele haben das als Größenwahnsinn interpretiert und mit Unverständnis und Kopfschütteln reagiert. Den Satz: "Das schaffst Du nie" habe ich so oft gehört, ich kann es nicht zählen.
Ich war bis zu meiner Krankheit Extremsportler. Triathlon, 24-Stunden-Radrennen auf dem Nürburgring, Alb-Extrem-Radmarathons, Marathonläufe, Ultramarathon....keine Herausforderung war mir zu groß.
Ich wurde jedoch vor zweieinhalb Jahren sehr krank. Eine Infektion mit Hepatitis E und zeitgleicher Reaktivierung des Epstein-Bar-Virus hätte mich fast umgebracht. Ich hatte mich bei einem 24-Stundenrennen an verschmutztem Wasser angesteckt.
Es war absehbar, dass ich zum Pflegefall werden würde, nachdem nach fast einhalb Jahren keine Besserung meines Zustandes eintrat. So die Prognose der Ärzte und ich glaubte es auch - fast. Ich hatte bereits einen Schwerbehindertenausweis erhalten. Muskellähmungen, Nervenschmerzen, die Liste an Symptomen war ellenlang.
Man hatte mir Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome diagnostiziert, nicht heilbar.
Noch vor einem Jahr konnte ich kein Stockwerk am Stück nach oben gehen. Musste Pause machen. Zum Staubsaugen zu schwach. Die meiste Zeit musste ich im Liegen verbringen.
Der Antrag zur Bestimmung eines Pflegegrades lag schon hier auf dem Tisch. Wir sind in ein Mehrgenerationenhaus gezogen, damit meine Schwiegereltern mich mit den Kindern und dem Haushalt unterstützen können.
Ich habe trainiert. Muskelaufbautraining.
Obwohl jede Art von Anstrengung den Zustand massiv verschlechterte und die Ärzte dringend davon abrieten. Einmal Training, hieß drei Tage nicht aufstehen können. Ich musste für jeden Millimeter nach oben erst tief in den Keller stürzen.
Noch viele andere Faktoren waren natürlich ausschlaggebend für meine Gesundung, doch das sprengt den Rahmen.

Heute fahre ich wieder Rennrad, arbeite wieder als Indoor Cycling Trainer, ich bin Fitnesstrainerin und Personal-Trainer. Ich arbeite nach eineinhalb Jahren Krankschreibung nun sogar wieder 60 Prozent.
Es geht weiter und natürlich habe ich schon die nächsten Ziele im Kopf.
Die Ausbildung zur Dipl. Hypnosetherapeutin bei Gabriel. Denn ich weiß über die Macht der Gedanken, ich durfte es selbst erfahren. Ich arbeite auch mit meinen Sportlern sehr viel auf mentaler Ebene und bringe sie an ihre Grenzen und darüber hinaus. Im Moment mache ich nebenher noch eine Ausbildung zur Yogaübungsleiterausbildung, um mir Grundwissen anzueignen, eine Basis. Sie dauert zwei Jahre. Und die Ausbildung bei Gabriel ab November an den Sonntagen verzahnt sich so perfekt mit dem Yogaausbildungsplan, es ist eigentlich fast nicht möglich, so viele Termine koordiniert unter einem Hut zu bekommen. Ich hätte keine einzige Überschneidung. Aber natürlich bekomme ich Gegenwind. Das gehört dazu. Mein Umfeld reagiert.
Kannst Du denn nicht mal glücklich sein mit dem was Du hast? Das ist doch viel zu viel, denk an Deine Krankheit. Musst Du immer so rastlos sein? Kann denn nicht endlich mal ein Zustand eintreten, wo alles bleibt, wie es ist? Ständig willst Du Dich verändern. Dauernd schaust Du nach etwascNeuem. Warum kann keine Stabilität in Dein Leben kommen?
Ja richtig. Ich bin immer auf der Suche nach dem nächsten Ziel und: Ich bin glücklich. Sehr sogar. Weil ich immer Ziele habe. Weil ich mich immer freuen kann, auf das was kommt.
Ich habe alles, wovon ich mein Leben lang geträumt habe und noch viel mehr.
Trotzdem möchte ich deshalb nicht stehen bleiben.
Meine zweite Lebenshälfte so Gott will, möchte ich damit verbringen, den Menschen etwas zu geben. Diesen Wunsch habe ich so für mich nicht definiert, es ist ein Gefühl von innen, fast wie ein Bedürfnis, das plötzlich da ist. Ich spüre es.
Ich weiß noch nicht, wie ich mir die Ausbildung leisten kann. Denn Unterstützung bekomme ich nicht. Mein Mann sagt, der Zeitpunkt ist schlecht. 5500 Euro sind nicht drin. Diskussion erledigt. Trotzdem ist es klar, dass ich sie machen werde. Es findet sich ein Weg, ganz sicher. Zweieinhalb Stunden Fahrt nach Bern, einfach. Das ist machbar. Aber selbst da wird mir schon gesagt: Nadine das geht nicht, wie soll das funktionieren?
Ganz einfach: Ich setze mich ins Auto und fahre.
In diesem Sinne. Einfach machen.
Bleibt in Bewegung.
Nadine

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Community Wall

NadineMilosevic
User
9.5.2020
09:34 Uhr

Excellente Story

Hallo liebe Community,

seit drei Tagen bin ich beim Success Programm dabei. Ich bin so dankbar, dass es Menschen wie Gabriel Palacios gibt. Warum ich hier gelandet bin?
Ich erzähle es Euch:
Ich selbst bin 40 Jahre alt, habe
zwei Kinder und bin seit 17 Jahren mit meinem heutigen Ehemann zusammen.
Der Beruf stand die letzten Jahre für mich...
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