Post von NadineMilosevic

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NadineMilosevic
User
9.5.2020
09:34 Uhr

Excellente Story

Hallo liebe Community,

seit drei Tagen bin ich beim Success Programm dabei. Ich bin so dankbar, dass es Menschen wie Gabriel Palacios gibt. Warum ich hier gelandet bin?
Ich erzähle es Euch:
Ich selbst bin 40 Jahre alt, habe
zwei Kinder und bin seit 17 Jahren mit meinem heutigen Ehemann zusammen.
Der Beruf stand die letzten Jahre für mich immer ganz vorne. Sogar vor meiner Familie.
Mit 16 Jahren habe ich noch auf der Straße gelebt, von zu Hause abgehauen, weil die Zustände nicht zu ertragen waren. Mir blieb nur die Flucht, um mich zu retten. Es waren sehr harte Jahre, die ich durchlebte, geprägt von Armut, Drogen, Kriminalität und Verzweiflung. Eine Hoffnungslosigkeit, die mit Worten nicht zu beschreiben ist. Mein Umfeld war genau auf dem selben Level wie ich. Ein Sumpf aus dem es kein Entkommen zu geben schien.
Dennoch: In den letzten 20 Jahren habe mich von der Pommesbudenverkäuferin und Putzfrau hochgearbeitet bis zur persönlichen Referentin einer bayerischen Staatsministerin. Für sie habe ich zuletzt 7 Jahre lang gearbeitet. Ich habe mich von der Hauptschule bis ans Abendgymnasium hochgekämpft. Schon von Kindheitstagen an war ich schwer depressiv und hatte extreme Antriebsschwierigkeiten und große Probleme, mich zu konzentrieren. Antidepressiva waren wirkungslos. Trotzdem habe ich es geschafft, die Abiturprüfung mit einer 3 zu bestehen.
Mein Motto war schon immer: Think Big.
Viele haben das als Größenwahnsinn interpretiert und mit Unverständnis und Kopfschütteln reagiert. Den Satz: "Das schaffst Du nie" habe ich so oft gehört, ich kann es nicht zählen. Mein Freundeskreis hat sich schon unzählige Male komplett erneuert. Das war wichtig.
Bis zu meiner schweren Krankheit war ich Extremsportler. Triathlon, 24-Stunden-Radrennen auf dem Nürburgring, Alb-Extrem-Radmarathons, Marathonläufe, Ultramarathon....keine Herausforderung war mir zu groß. Ich fühlte mich unbesiegbar und hatte keine Demut vor dem Leben und dem, was Gott mir gegeben hat.
Ich wurde vor zweieinhalb Jahren sehr krank. Eine Infektion mit Hepatitis E und zeitgleicher Reaktivierung des Epstein-Bar-Virus hätte mich fast umgebracht. Die Ärzte diagnostizierten es nicht. Hepatitis E ist eine Tropenkrankheit und muss am Tropeninstitut diagnostiziert werden. Das dauert drei Wochen. Es war Weihnachten, also dauerte es noch länger. In dieser Zeit wäre ich fast an multiplen Organversagen gestorben. Ich hatte mich bei einem 24-Stundenrennen an verschmutztem Wasser angesteckt.
Es war klar, dass ich zum Pflegefall werden würde, nachdem nach fast einhalb Jahren der Krankheit keine Besserung meines Zustandes eintrat. So die Prognose der Ärzte und ich glaubte es auch - fast. Ich lag ca. 16 Stunden des Tages im Bett. Ich hatte bereits einen Schwerbehindertenausweis erhalten. Muskellähmungen, Nervenschmerzen, unglaubliche Schwäche und Erschöpfung, die Liste an Symptomen war ellenlang.
Man hatte mir Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome diagnostiziert, nicht heilbar, keine Medikamente. Keine Übernahme von Behandlungskosten der Krankenkassen.
Noch vor einem Jahr konnte ich kein Stockwerk am Stück nach oben gehen. Musste Pause machen, einmal, zweimal. Zum Staubsaugen, Spülmaschine ausräumen zu schwach.
Der Antrag zur Bestimmung eines Pflegegrades lag schon hier auf dem Tisch zum Ausfüllen. Wir sind deshalb in ein Mehrgenerationenhaus gezogen, damit meine Schwiegereltern mich mit den Kindern und dem Haushalt unterstützen können, weil ich es alleine nicht mehr schaffte.
Ich habe dann angefangen zu "trainieren". Muskelaufbautraining. Lächerliche Gewichte.
Obwohl jede Art von Anstrengung den Zustand massiv verschlechterte und die Ärzte dringend davon abrieten. Einmal Training, hieß mindestens drei Tage nicht aufstehen können. Grippegefühl, Schwäche, Lymphknoten-Nervenschmerzen und vieles mehr. Ich musste für jeden Millimeter nach oben erst tief in den Keller stürzen. Ich tat es immer wieder. Kaum erholt, stürzte ich wieder in freiem Fall. Willentlich. Ich sah keinen anderen Ausweg. Und tatsächlich machte ich Fortschritte, wurde immer kräftiger und konnte wieder längere Zeit aufbleiben. Ich fasste wieder Mut und hatte Hoffnung.
Noch sehr viele andere Faktoren waren ausschlaggebend für meine Gesundung, doch das sprengt den Rahmen.

Heute fahre ich wieder Rennrad, arbeite wieder als Indoor Cycling Trainerin für Fortgeschrittene und Ligasportler in einem der größten Sportvereine des Landkreises. Ich bin Fitnesstrainerin und Personal-Trainerin. Ich arbeite nach eineinhalb Jahren Krankschreibung nun sogar wieder zu 60 Prozent am Gericht als Urkundsbeamtin.
Es geht weiter und natürlich habe ich schon die nächsten Ziele im Kopf.
Die Ausbildung zur Dipl. Hypnosetherapeutin bei Gabriel Palacios am Institut in Bern. Denn ich weiß über die Macht der Gedanken, ich durfte es selbst erfahren. Ich arbeite auch mit meinen Sportlern sehr viel auf mentaler Ebene und bringe sie an ihre Grenzen und darüber hinaus. Im Moment mache ich nebenher noch eine zweijährige Ausbildung zur Yogaübungsleiterausbildung, um mir Grundwissen anzueignen, eine Basis. Und die Ausbildung bei Gabriel ab November an den Sonntagen verzahnt sich so perfekt mit dem Yogaausbildungsplan, dass es fast schon unheimlich ist. Es ist eigentlich fast nicht möglich, so viele Termine koordiniert unter einem Hut zu bekommen ohne Überschneidungen zu haben und doch passt es perfekt, wie aufeinander abgestimmt.
Natürlich bekomme ich auch nun wieder Gegenwind. Das gehört dazu. Mein Umfeld reagiert.
Kannst Du denn nicht mal glücklich sein mit dem was Du hast? Das ist doch viel zu viel, denk an Deine Krankheit. Musst Du immer so rastlos sein? Kann denn nicht endlich mal ein Zustand eintreten, wo alles bleibt, wie es ist? Jetzt hast Du Dich gerade erholt und musst schon wieder weitermachen. Ständig willst Du Dich verändern. Dauernd schaust Du nach Neuem. Warum kann keine Stabilität in Dein Leben kommen?
Ja richtig. Ich bin immer auf der Suche nach dem nächsten Ziel und: Ich bin glücklich. Sehr sogar. Weil ich immer Ziele habe. Weil ich mich immer freuen kann, auf das was kommt. Weil ich stolz auf mich bin.
Ich habe alles, wovon ich mein Leben lang geträumt habe und noch viel mehr.
Aber deshalb muss ich doch nicht stehen bleiben.
Meine zweite Lebenshälfte so Gott will, möchte ich damit verbringen, den Menschen etwas zu geben. Diesen Wunsch habe ich so für mich nicht definiert, es ist ein Gefühl von innen, fast wie ein Bedürfnis, das plötzlich da ist. Ich spüre es.
Ich weiß noch nicht, wie ich mir die Ausbildung bei Gabriel leisten kann. Denn Unterstützung bekomme ich nicht. Mein Mann sagt, der Zeitpunkt ist schlecht. 5500 Euro sind nicht drin. Jetzt kommt die Rezession. Diskussion erledigt. Trotzdem ist es für mich ganz klar, dass ich die Ausbildung machen werde. Es findet sich ein Weg, ganz sicher. Zweieinhalb Stunden Fahrt nach Bern, einfach. Das ist machbar. Aber selbst da wird mir schon gesagt: Nadine das geht doch nicht, wie soll das funktionieren?
Ganz einfach: Ich setze mich ins Auto und fahre.
In diesem Sinne. Einfach machen.
Bleibt in Bewegung.
Nadine

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